http://www.politicalcompass.org/
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http://www.geocities.com/ptypes/temperament_test.html

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CHART

Economic Left/Right

Authoritarian/Libertarian

Idealist

Rationalist

Traditionalist

Hedonist

Diefackel

-6.88

-8.21

10

7

1

11

Danachkannnichtsmehrkommen

-6.88

-7.33

Panagoulis

-6.5

-7.18

14

7

3

6

Kangoo250

-5.67

-0.97

Derunaussprechliche

-5.62

-6.87

Hexe

-5.62

-8.5

10

14

2

4

McAngry

-5.25

-5.85

10

8

3

9

Gandalfine

-4.68

-5.98

13

4

6

7

Kate2

-3.62

-6.67

8

6

8

8

Spottdrossel

-4.88

-4.67

Naderlump

-4.48

-5.69

Ulex

-2.12

0.62

3

12

6

9

Tibetterrier

-1.8

-4.9

Loquella

-0.75

-5.54

12

8

3

7


 

RA.
RU
RICK
ALOPEXENS TRICK

 

 

 


Für die gesamte EU15 sagt die EU-Kommission heuer ein Wachstum von 1,5 Prozent und 2003 von 2,9 Prozent voraus. Die Inflationsrate der Union soll heuer 2,1 Prozent und 2003 1,9 Prozent betragen. Das durchschnittliche Defizit aller EU-Staaten zusammen wird demnach heuer bei 1,1 Prozent und 2003 bei 0,9 Prozent liegen.

Österreich 2002 mit minimalem Defizit

Die EU-Kommission sagt Österreich für 2002 ein minimales Defizit von 0,1 Prozent voraus, nachdem heuer ein Überschuss im selben Ausmaß erzielt wurde. 2003 soll dann der Überschuss 0,3 Prozent des BIP betragen, so die Frühjahrsprognose der EU-Kommission, die heute Mittwoch veröffentlicht wurde. Österreich liegt damit weit besser als der Durchschnitt der Eurozone (Defizit 2002 von 1,4 Prozent).

Unterdurchschnittlich wird Österreich beim Wirtschaftswachstum abschneiden, mit 1,2 Prozent heuer (Eurozone; 1,4 Prozent) und 2,5 Prozent 2003 (Eurozone: 2,9 Prozent). Parallel dazu sagt die EU-Kommission Österreich 2002 einen Rückgang der Beschäftigung um 0,4 Prozent und einen Anstieg der Arbeitslosenrate von heuer 3,6 auf dann 4,0 Prozent voraus. Das wäre aber immer noch hinter Luxemburg und den Niederlanden der drittniedrigste Wert in der Eurozone. 2003 sollte die Beschäftigung dann wieder um 0,5 Prozent zulegen, die Arbeitslosenrate auf 3,8 Prozent zurückgehen.

Bei der Inflationsrate schneidet Österreich hingegen mit heuer 1,6 Prozent und 2003 1,7 Prozent gut ab: Demnach wäre Österreich heuer in dieser Kategorie Klassenbester der Eurozone, 2003 hätte nur Frankreich eine geringere Teuerungsrate.

Die Gesamtverschuldung in Österreich sollte heuer auf 60,2 Prozent des BIP zurückgehen, nach 61,8 Prozent 2001 und 2003 mit 57,6 Prozent den Maastricht-Zielwert von 60 Prozent unterschreiten.



EUROPA

addendum

 

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¼


http://www.yale.edu/lawweb/avalon/mideast/plocov.htm

no comment

SPIN sites

http://www.alaqsaintifada.org/
http://www.pna.net/


EU setzt palästinensische Gruppen auf Terrorlist <[---6/18/2002

Die Europäische Union hat heute vier radikale Palästinenserorganisationen und die kolumbianischen FARC-Rebellen auf ihre Liste von Terrorgruppen gesetzt. Während der bewaffnete Arm der Hamas und der Islamische Dschihad bereits früher von der EU als Terrororganisationen eingestuft worden waren, kamen jetzt die Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden hinzu. Die Gruppe, die zum Umfeld von Palästinenserpräsident Yassir Arafats Fatah-Organisation gehört, hat sich zu zahlreichen Anschlägen bekannt.

Auf die Terrorliste setzte die EU auch die Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP), und die Volksfront für die Befreiung Palästinas -Generalkommando (PFLP-GC) sowie die Palästinensische Befreiungsfront. Die PFLP hatte die Verantwortung für den Mord an dem israelischen Tourismusminister Rechawam Zeewi im vergangenen Oktober übernommen.

Konten EU-weit eingefroren

Auch die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) stehen auf dem neuesten Terror-Index der Europäischen Union. Die EU hatte die Liste im vergangenen Jahr nach den Terror-Anschlägen von New York und Washington zusammengestellt und im Mai aktualisiert.

Die Konten aller Gruppierungen auf der Terrorliste sind EU-weit eingefroren worden.


SOURCE

http://www.zeit.de

 

N A H O S T


Arafat bombt, Europa zahlt

Hetze gegen Israel, Belohnung für Attentate - was der PLO-Chef mit den Fördergeldern der EU macht, ignorieren die Politiker in Brüssel. Finanziert haben sie auch Arafats Sicherheitsapparat, der vom Bundesnachrichtendienst ausgebildet wurde und jetzt unter Terrorverdacht steht

Von Thomas Kleine-Brockhoff & Bruno Schirra


In der Sheikh-'Ijlin-Moschee zu Gaza City haben sich 500 Knaben und Männer zum Freitagsgebet versammelt. Sie lauschen dem Imam der Moschee, Sheikh Ibrahim Madh. Es ist der 12. April 2002, und der Imam spricht zur Lage der palästinensischen Nation:

"Wir glauben an den Sieg Allahs. Wir glauben, dass wir eines Tages als Eroberer in Jerusalem einziehen werden, als Eroberer in Jaffa, als Eroberer in Haifa, in Ramle, in Lod und in ganz Palästina, wie Allah es uns aufgegeben hat. ... Jeder, dem in diesen Tagen nicht die Gnade des Martyriums zuteil wird, sollte mitten in der Nacht aufwachen und sich fragen: ,Warum, mein Gott, hast du mir um deinetwillen den Märtyrertod vorenthalten?' ... Im Hadith-Kommentar heißt es: ,Die Juden werden euch bekämpfen, aber ihr seid ausersehen, über sie zu herrschen.' ... Und wenn dann der Jude hinter dem Fels und dem Baum sich versteckt, so werden der Fels und der Baum sagen: ,Oh, Muslim, oh, Diener Allahs, ein Jude versteckt sich hinter mir, komm und töte ihn' ... Oh, Allah, nimm uns als Märtyrer auf in den Himmel. Oh, Allah, bring einen rabenschwarzen Tag über die Juden. Oh, Allah, lösche die Juden aus und auch ihre Förderer. Oh, Allah, hisse das Banner des Heiligen Krieges im ganzen Land. Oh, Allah, vergib uns unsere Sünden."

Der Imam spricht diese Sätze im Auftrag der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), die ihn überdies für seine Dienste honoriert. Seine Predigt muss er zuvor bei Jassir Arafats Behörde autorisieren lassen. PA-TV, der Fernsehsender der Autonomiebehörde, überträgt die Predigt am selben Tag. Und just dieser Sender - Arafats Sender - wird von der Europäischen Union seit Jahren gefördert. Die Unterstützung soll offiziell der "Schaffung eines offenen und pluralistischen Informationssystems und somit der Errichtung einer demokratischen palästinensischen Gesellschaft" dienen. PA-TV verdankt fast alles europäischen Steuerzahlern: Kantine, Ü-Wagen, Sendemasten, Ausbildungskurse der Journalisten. Auch den Wiederaufbau der Masten nach israelischen Angriffen kann sich PA-TV aus Brüssel erstatten lassen.

Der von Europas Geld abhängige Sender überträgt nicht nur Predigten und nicht nur am muslimischen Feiertag. Wer sich für Varianten des Judenhasses interessiert, kann Transkripte als EMails beim Middle East Media Research Institute in Washington abonnieren (www.memri.org). Seit langem schon beklagen westliche Medienbeobachter, wie die religiöse und politische Elite rund um Arafat den Krieg gegen die Juden in dessen Fernsehen als ewige Aufgabe hinstellt, wie sie Friedensvereinbarungen zu Zwischenstadien erklärt und wie sie Allahs Liquidation des Staates Israels ankündigt. Das alles fällt unter die Freiheit der palästinensischen Regierungspresse.

Aber die Pressefreiheit verbietet nicht, dass sich Förderer genau anschauen, wen sie fördern. Zu kontrollieren, was mit Europas Geld geschieht, ist dort leicht. Es reicht aus, im Heiligen Land einen Fernsehapparat anzuschalten. Trotzdem hat die Kunde von der ausgestrahlten Propaganda die europäischen Institutionen erst am 23. November 2000 erreicht. Da fragt nämlich der Europaabgeordnete Olivier Dupuis aus Belgien schriftlich an, ob die EU-Kommission es "für annehmbar hält, dass EU-Finanzhilfen dazu verwendet werden, Hassgefühle gegenüber dem israelischen Volk zu schüren"? Der Parlamentarier möchte auch wissen, "welche Mechanismen die Kommission beabsichtigt einzuführen", um derlei Missbrauch künftig auszuschließen.

EU-Kommissar Chris Patten aus Großbritannien zieht es am 12. Dezember 2000 vor, die Fragen wortreich unbeantwortet zu lassen. Er verweist auf das Abkommen der EU mit Jassir Arafats Behörde. Dort steht, dass die Zusammenarbeit auf der "Wahrung der Grundsätze der Demokratie und der Achtung der Menschenrechte" gründet. Diese Zusicherung scheint Patten zu reichen. Sie reicht auch dem deutschen Gesandten bei den Palästinensern. Andreas Reinicke lehnt die Inhaltsprüfung des Senders ab und bietet zur Erklärung einen Vergleich an: "Wenn wir Wasserrohre legen, prüfen wir ja auch nicht, ob das Wasser bei einem Hamas-Terroristen ankommt."

Wie Jassir Arafat Europas Milliarden des guten Willens verwandt hat, ob sie den Frieden fördern oder zerstören halfen, wird erst jetzt zum Politikum. Am 6. Mai dieses Jahres hat Israels Premierminister Ariel Scharon der EU eine 100 Seiten starke "Akte Arafat" zugesandt (www.idf.il). Sie soll zeigen, dass Arafat die Welt getäuscht habe und seinen Staat nicht durch Verhandlungen, sondern durch Terror gründen wolle - und ihn persönlich befehlige. Zum Beweis legt Scharon Dokumente bei, die seine Truppen bei der Besetzung von Arafats Verwaltungszentrale in Ramallah und andernorts im Westjordanland beschlagnahmten. In diesem Konvolut findet sich ein schwerer Vorwurf: "Arafat und seine Männer verwandten die Zuschüsse anderer Länder, darunter der EU, um ihren Terrorismus zu finanzieren."

Die EU kontert sofort. Schon am nächsten Tag, dem 7. Mai, schreibt Kommissar Chris Patten einen Brief an die Außenminister der Union: "Bis heute liegen der EU-Kommission keinerlei harte Beweise vor, wonach EU-Gelder zur Finanzierung des Terrors oder zu einem anderen Zweck missbraucht wurden." So sagt er es bis heute.

Palästinas neue Schulbücher verherrlichen "die Märtyrer"

Wer hat Recht? Die ZEIT hat in Berlin, Brüssel und Washington recherchiert, in Israel und in den Palästinenser-Gebieten; an allen Orten ist sie Hinweisen und Dokumenten nachgegangen, wonach mit EUGeldern zuerst im Namen des Friedens zum Krieg angeleitet und dann im Namen des Aufbaus demokratischer Strukturen ein Terrornetzwerk finanziert worden sei. Die Ergebnisse der Nachforschungen sind alarmierend.

Der 2. September 2000 ist ein großer Tag für die Palästinenser. Mit allem Pomp wird - nur Wochen vor Ausbruch der zweiten Intifada - ein weiterer Schritt zur Staatswerdung gefeiert. Naim Abu Houmus, stellvertretender Bildungsminister, lädt in sein Ministerium nach Ramallah. Diplomaten, Schüler und Lehrer erleben eine Enthüllungszeremonie: Die neuen Schulbücher, erstmals von Palästinensern für Palästinenser geschrieben, werden ausgepackt. "Ein Traum meines Volkes wird wahr", sagt Abu Houmus, als er die Bücher für die 1. und 6. Klasse in Kinderhände legt. "Jetzt werden wir die Wahrheit lehren."

Ein großer Tag auch für die Europäer. Sie wissen: Bücher können Waffen sein. Deshalb ist Bildungshilfe das Kernstück europäischer Friedensarbeit in Palästina. Ohne Europa geht nichts im Schulwesen. Gebäude, Gehälter, auch die Schulbuchkommission werden aus Brüssel gefördert - seit dem Osloer Abkommen von 1993 mit mehr als 330 Millionen Euro. Den Druck der Bücher finanzieren überdies sechs EU-Staaten, koordiniert von den Italienern. Die Palästinenser sichern der Sechsergruppe zu, die Bücher vorab einsehen zu dürfen. Als es so weit ist, wollen die Palästinenser davon nichts mehr wissen. Froh, dass die ersten Uraltbücher mit ihrem offenen Antisemitismus ersetzt werden, gehen die Italiener gnädig über den Bruch der Vereinbarung hinweg.

Kaum sind die neuen Bücher erschienen, hagelt es Kritik von westlichen Fachleuten - trotz einiger Fortschritte wegen der Mäßigung im Ton, die alle anerkennen. Wer die Bücher liest, stellt fest: Die Idee des Friedens gibt es darin nicht. Der Friedensprozess und die Verträge von Oslo werden nicht erwähnt. Zur religiösen Toleranz wird wohl aufgerufen, aber nur zwischen Muslimen und Christen. Juden tauchen nicht auf, und wenn, dann historisch. Ihre Verbindung zum Heiligen Land ist auf das Altertum beschränkt. Die jüdische Wiederbesiedlung Palästinas heißt "Infiltration". Ein direkter Aufruf zum Terrorismus findet sich nicht, allerdings werden "Märtyrer Palästinas" glorifiziert, etwa der "Ingenieur Ayyash", der in den neunziger Jahren Selbstmordattentäter aussandte und Dutzende Israelis töten ließ. Der Staat Israel existiert nicht. Sein Name taucht in keiner Karte auf, vielmehr stehen dort Begriffe wie "grüne Linie", "das Innere des Landes" oder "1948er-Land". Von den Israelis gegründete Städte, Tel Aviv etwa, werden nicht erwähnt. Der Staatsname Palästina samt Wappen von Arafats Behörde findet sich dagegen überall, zum Beispiel auf Buchdeckeln. Dieser Staat erstreckt sich vom Jordan bis zum Mittelmeer.

Abu Houmus, der Vizebildungsminister, rechtfertigt die Abschaffung Israels in den Lehrbüchern gegenüber der Los Angeles Times so: "Über Israels Grenzen ist noch nicht entschieden. Wenn das geschieht, richten wir uns danach, was die Regierung entscheidet. Wir überlassen das einfach den Politikern." Man habe bloß in der arabischen Welt gebräuchliche Karten verwandt. Und Kapitel zum Frieden mit Israel werde es geben, sobald ein endgültiger Friedensvertrag unterzeichnet sei. Mit anderen Worten: Im Jahr 2000 wird ein Kriegs-Curriculum eingeführt.

Es dauert ein paar Wochen, bis der Schulbuchstreit den europäischen Kontinent erreicht. Am 15. November 2000 fragt der sozialistische Abgeordnete François Zimeray aus Frankreich bei der EU-Kommission nach. Er will wissen, warum man ein Bildungssystem finanziere, dessen Lehrbücher "regelrechte antisemitische Manifeste darstellen, die in jedem Land der Europäischen Union unter das Gesetz über ,Anstiftung zum Rassenhass' fallen würden". Außerdem fragt der Abgeordnete nach den Kontrollen der EU.

Außenkommissar Chris Patten antwortet, die EU-Kommission habe den Druck der Bücher nicht finanziert. Das ist formal korrekt und doch eine Ausflucht. Zwar kann die Union nicht direkt beeinflussen, was sechs ihrer Mitgliedsstaaten tun. Aber als Mitglied des internationalen "Geberforums" finanziert sie die palästinensische Schulbuchkommission und überdies viele Lehrer. Ist der Union egal, was die Lehrer, die sie bezahlt, unterrichten?

Der Abgeordnete Zimeray setzt nach und attackiert den EU-Kommissar: "Ich habe Ihnen präzise Fragen gestellt, und ich erwarte präzise Antworten in einer wichtigen Sache. Sind Sie bereit, ja oder nein, die Hilfe der Union von der Beachtung fundamentaler Menschenrechte abhängig zu machen?" Patten antwortet: "Wir werden das Thema mit den Palästinensern besprechen."

Um zu sehen, was sich verbessert hat, reist der CDU-Europaabgeordnete Armin Laschet im Juli 2001 nach Palästina. Doch er stellt fest: Nichts ist geschehen, niemand hat das neue Lehrmaterial verändert. Schlimmer noch: Die alten antisemitischen Bücher werden neu aufgelegt, mithilfe europäischer Staaten. Auf dem Einband steht das Land, das Sponsor ist. Armin Laschet bedrängt sogar Jassir Arafat. Doch der sagt ihm, er sehe keinen Anlass, die neuen Bücher zu verändern, und habe kein Geld, die alten schneller auszutauschen. Arafat vergisst dabei zu erwähnen, dass die amerikanische Regierung längst angeboten hat, den Austausch der alten Lehrbücher zu bezahlen, sofort und komplett. Das hat Arafat abgelehnt und es vorgezogen, mithilfe der pflegeleichten Europäer die alten Kampfbücher leicht entschärft neu binden zu lassen.

Entsetzt verlässt Laschet Palästina und beantragt im Europaparlament, die Förderung der Bildungsarbeit einzustellen, "solange sich die Lehrbücher nicht ändern". Im Plenum fehlen ihm am Ende zwei Stimmen. Die Sozialisten mögen nicht zustimmen und auch nicht Abgeordnete verschiedener Fraktionen aus den Niederlanden, Irland und Skandinavien. Diese Allianz will keinen Druck auf Europas große Hoffnung im Nahen Osten ausüben. Die Hoffnung verblasst nicht einmal, als sich die Indizien mehren, nach denen Arafat jenen Frieden nicht mehr will, der Voraussetzung aller Förderung ist. Niemand erwägt Konsequenzen, als Arafats eigene Al-Aksa-Märtyrerbrigaden unentwegt Israelis in die Luft sprengen. Die Gutgläubigkeit, die Naivität, der Langmut der Europäer scheinen unendlich.

Offenbar hat sich für sie nichts geändert seit jenen Osloer Tagen im Herbst 1993, als die Welt hoffen durfte, es werde Friede nach 100 Jahren Krieg im Heiligen Land. Damals, auf der ersten Geberkonferenz, vereinbarten Europäer und Araber, dem werdenden Staat zu helfen. Die Europäer nehmen ihre Aufgabe ernst, so ernst wie sonst nur Agrarsubventionen. Die gewaltige Summe von mindestens 4,1 Milliarden Euro ist seither nach Palästina geflossen, Zuwendungen einzelner EULänder nicht mitgerechnet. Weil die Erfinder der Friedensförderung sich sorgten, Geld werde Begehrlichkeiten bei den Empfängern wecken, ersannen sie die "Projekthilfe". Deren Verwendung lässt sich besser kontrollieren als laufende Zahlungen in den Haushalt. Fast die gesamte neue Infrastruktur - Schulen, Krankenhäuser, Flughafen - hat Brüssel hingestellt. Die EU zahlt auch an Arafats Kasse, allerdings mit Zweckbindung. Das Geld ist für die Gehälter öffentlicher Angestellter bestimmt, etwa Polizisten oder Lehrer.

Als die zweite Intifada im Herbst 2000 entfesselt wird, stoppt Israel alle Transferzahlungen an die Palästinenser. Jahrelang hatten sie Arafats Behörde einen Teil ihrer Einnahmen aus Einfuhrzöllen überlassen. Jetzt glaubt die neue Regierung Ariel Scharons: Arafat dämpfe die Intifada nicht, er heize sie an; er dulde oder fördere die neue Serie von Selbstmordanschlägen gegen Israel. Die Europäer sehen die Lage anders: Scharon habe die Intifada durch seinen provokativen Besuch auf dem Tempelberg selbst ausgelöst; für den Terror seien die Extremisten vom Islamischen Dschihad und von Hamas verantwortlich; Arafat versuche zu beruhigen und den Friedensprozess vor den Radikalen zu schützen.

Deshalb trifft die Europäische Union eine - wie es jetzt scheint: folgenschwere - Entscheidung: Sie springt für die Israelis ein und weist seit Juni 2001 eine monatliche Haushaltshilfe von zehn Millionen Euro an - direkt und nicht länger als "Projekthilfe". Nach Darstellung von EU-Kommissar Chris Patten ist dies ein "wichtiger Beitrag, um den weiteren Absturz in Anarchie, Chaos und Armut" zu verhindern. Das Geld soll helfen, für "öffentliche Grundbedürfnisse" zu zahlen, also "Bildung, Gesundheit, Polizei, Gehälter von Beamten". Hat Jassir Arafat das Geld verwandt wie vorgesehen?

2200 Kilo Sprengstoff, genug für Hunderte Selbstmörderbomben

Im Frühsommer 2001, als die Europäer beschließen, Arafat direkt zu alimentieren, beschließt Arafat etwas anderes - hinter dem Rücken der Europäer. Die Welt erfährt von dieser Entscheidung erst ein paar Monate später, am 3. Januar 2002.

An diesem Tag sitzt Israels Generalstabschef Shaul Mofaz in einer Militärmaschine hoch über dem Roten Meer und schaut durch ein Spezialfernglas auf die See. Unten sieht er einen rostigen blauen Frachter. Drei Monate lang hat Israels Geheimdienst das Schiff beobachtet. Aber jetzt ist Mofaz nervös. Er schaut selbst durch das Fernglas, bis er die Schriftzeichen auf der Bordwand entziffern kann: Karina-A. In diesem Moment gibt er den Einsatzbefehl. Binnen Minuten haben Kommandotruppen der Marine das Schiff geentert. Kein Schuss fällt. Den Ablauf des Waffengeschäfts hat der Nahostexperte Robert Satloff vom Washington Institute for Near East Policy detailliert rekonstruiert und in der Zeitschrift The National Interest publiziert (auf die sich diese Darstellung im Wesentlichen stützt).

Unter Kisten mit billiger Kleidung und Sonnenbrillen finden die Soldaten in wasserdicht verpackten Containern Waffen und Sprengstoffe, genug, um eine kleine Armee zu versorgen: Raketen mit Reichweiten bis zu 20 Kilometern, Granaten, panzerbrechende Waffen, Maschinengewehre, Minen. Dazu genug C4-Sprengstoff für 300 Selbstmörderbomben: 2200 Kilogramm, das ist fünfmal so viel wie das Gewicht aller Selbstmörderbomben, die in Israel seit Staatsgründung explodiert sind.

Doch nicht die Zahl der Waffen erschüttert den Nahen Osten, sondern ihre Herkunft und ihr Ziel. Die Karina-A kam aus dem Iran, und die Waffen sollten in den Gaza-Streifen. So gesteht es der Kapitän in der Haft. Gern lassen die Israelis den Mann sein Bekenntnis vor Journalisten der New York Times und von Fox TV wiederholen. Im Interview nennt der Mann, Omar Akawi, auch den Auftraggeber: die Palästinensische Autonomiebehörde. "Die haben mir gesagt, es seien Waffen für Palästina", erzählt Akawi, "als palästinensischer Offizier tue ich, was mir gesagt wird." Inzwischen haben sich auch amerikanische und europäische Regierungsbeamte die Indizien angeschaut und die israelische Version bestätigt.

Der Befehl zum Ankauf solcher Waffen markiert die strategische Wende des Jassir Arafat: von der friedlichen zur blutigen Lösung des Konflikts. Diese Wende vollzieht sich gerade in jener Phase, in der Europa sein größtes Vertrauen in den Friedensnobelpreisträger Arafat setzt und ihm Direktzahlungen zusagt. Wie Arafat den Freundschaftspreis von zehn Millionen Dollar für die Fracht der Karina-A bezahlt hat, gehört zu den Geheimnissen dieser Affäre. Bis heute gibt es kein Indiz dafür, dass Europa die Waffen gegen Israel bezahlt hat. Wer das beruhigend findet, sollte eine kleine Wahrscheinlichkeitsrechnung anstellen: Zur Zeit des Waffengeschäfts zahlte Europa mindestens 10 Prozent des laufenden Etats von Jassir Arafat und 50 Prozent aller Hilfszahlungen. Neben den Europäern hatte Arafat nur noch zwei Einnahmequellen - erhebliche Hilfszahlungen der arabischen Staaten und unerhebliche Steuereinnahmen. Wie groß ist also die Wahrscheinlichkeit, dass Arafat Europas Ruf nicht beschmutzt hat?

EU-Kommissar Chris Patten rühmt Europa eines besonders "strengen Mechanismus von Ex-ante- und Ex-post-Kontrollen". Jeden Monat werde nur dann Geld überwiesen, sagt er, wenn Prüfer die ordnungsgemäße Verwendung der Hilfe vom Vormonat testiert hätten. Der Haushalt muss gegenüber der EU völlig transparent sein, Nebenhaushalte soll es nicht geben. Höchst erstaunlich ist es deshalb, wie mühelos Arafat ein ganzes Waffenschiff am Haushalt vorbeisteuern konnte.

Glaubt man der Europäischen Union, gibt es eine wirksame Kontrolle für die Hilfsgeldzahlungen nach Palästina: den Internationalen Währungsfonds (IWF). EU-Kommissar Chris Patten schreibt, der IWF überprüfe die Zahlungen genauestens und schicke monatlich eine Unbedenklichkeitserklärung. Für den IWF erledigt Karim Naschaschibi diesen Job. Er wohnt in Jerusalem. Dieser Mann, der laut Patten die Palästinenser kontrollieren soll, ist selbst Palästinenser. Er stammt aus demselben Clan und führt denselben Nachnamen wie Jassir Arafats langjähriger Finanzminister. Er war sogar für eine politische Karriere unter Arafat vorgesehen: Bis Montagabend dieser Woche sollte IWF-Mann Naschaschibi Arafats neuer Finanzminister werden. Dann drehte sich der Wind, und Naschaschibis Vorgänger beim IWF ist seither erster Kandidat für dieses Amt. Arafats Finanzberater Fuad Shoubaki, jener Mann, der die Karina-A kaufte, ist stolz darauf, den IWF-Vertreter Naschaschibi "einen Freund" nennen zu dürfen.

Jener Freund, der angeblich auch ein Kontrolleur sein soll, gibt allerdings zu bedenken: "Wir überblicken nicht, wie jeder Euro ausgegeben wird", denn "wir sind keine Rechnungsprüfer". Der IWF überwache lediglich, ob die Summen nach dem Haushaltsplan in der korrekten Höhe an die richtigen Ressorts fließen. Nicht anders sieht es der IWF in Washington. "Wir haben keinen Prüfauftrag", heißt es dort, "wir helfen nur, den Budgetplan der Palästinensischen Autonomiebehörde aufzustellen." Wenn dies zutrifft, haben sich die Palästinenser bis zum heutigen Tag selbst kontrolliert - also gar nicht.

Was Europas Politikern nun wie eine große Überraschung vorkommen muss, hat sich lange angebahnt. Die Wende des Jassir Arafat lässt sich inzwischen erzählen wie ein Kapitel aus einem historischen Kriegsepos. Denn die palästinensischen Zeitzeugen beginnen langsam, ihr Schweigen zu brechen. Sie berichten von den Strategietreffen der Autonomiebehörde (bitten allerdings um Anonymität). Die Zusammenkünfte beginnen schon vor Ausbruch der Intifada im Herbst 2000 und enden offenbar mit der Empfehlung, auf Terror zu setzen.

Eines dieser Treffen datiert vom Februar 2001, kurz vor der Wahl in Israel. Es findet in Jerusalems Orienthaus statt. Zwei Zukunftsszenarien werden diskutiert. Option eins: Arafats Leute würden auf den kontrollierten Aufstand setzen. Die Intifada geht zu diesem Zeitpunkt schon fünf Monate lang dahin, mit Steinen, mit Schüssen, mit Toten. Jassir Arafat hatte gleich zu Beginn inhaftierte Attentäter freigelassen und damit gezeigt, dass er nun den Terror der Radikalen dulden, mit ihm spielen würde. Eine Strategie des Mordes und zugleich der Einhegung, die eigene Parteigänger nur in den besetzten Gebieten einsetzt. Am Ende würde Israels Ministerpräsident, entnervt, Kompromisse schließen müssen.

"Richtete Scharon doch ein ordentliches Massaker an"

Nicht wenn Ariel Scharon gewählt wird!, widersprechen die Anhänger von Variante zwei. Sie bieten eine andere, vermeintlich moderne Lageanalyse an. Weil ein Ministerpräsident Scharon nie mehr anbieten werde als sein Vorgänger Ehud Barak bei den Verhandlungen von Camp David im Vorjahr, müsse man auf Krieg setzen. Ist nicht seit ein paar Monaten erwiesen, dass Israel zu besiegen ist? So interpretiert diese Gruppe den Rückzug Israels aus dem Libanon. Israelis seien nicht leidensfähig und würden dauernde Verluste nicht ertragen. Der unsichtbare Selbstmordbomber sei die Waffe, die diese westlich verweichlichte Gesellschaft ins Herz treffe. Für die Anhänger dieser Theorie wäre ein Hardliner als Ministerpräsident sogar die bessere Lösung. Provoziere man Scharon nur genügend, werde er brachial zurückschlagen. Arafats persönliche Truppen, die Al-Aksa-Brigaden, stünden bereit. Ein Zyniker, sehr weit oben in der palästinensischen Hierarchie angesiedelt, sagte damals: "Wir würden uns wünschen, Scharon richtete ein ordentliches Massaker an." Danach nämlich funktioniere das "Modell Kosovo". Die Welt, empört über Israel, werde zu Hilfe eilen. Am Ende würden internationale Truppen im Heiligen Land stehen und den neuen palästinensischen Staat schützen. In diesen tragischen Fiebertraum steigern sich offenbar auch Palästinenser hinein, die zuvor als Moderate galten.

Dass sich Jassir Arafat im Frühjahr 2001 an die Spitze der Bewegung gesetzt und das Fantasma zur Strategie gemacht hat, wollen die Israelis jetzt durch Dokumente beweisen. Die wurden entdeckt, als Israels Panzer nach immer neuen Mordanschlägen eine Schneise durch die besetzten Gebiete schlugen, Trümmer und Leichen zurückließen, Polizeistationen, Verwaltungsgebäude und Jassir Arafats Amtssitz besetzten. Heute liegen die Unterlagen, in Umzugskisten gestapelt, in Lagerhallen. Große Teams werten mehrere Millionen Blatt und viele Gigabyte Daten aus. Eine Auswahl der Dokumente hat die israelische Armee ins Internet gestellt, andere übergibt sie Journalisten, um die Welt zu überzeugen.

Der 21. März 2002 ist einer dieser furchtbaren Tage, an die man sich niemals gewöhnen wird. Die Bombe explodiert im Zentrum Westjerusalems, auf der King George Avenue. Der Täter ist ein junger Mann, Araber, der Passanten zuvor verdächtig vorkam. Sie alarmieren die Polizei, er fasst sich an den Bauch: zu spät! Der Mörder und drei Opfer bleiben tot liegen, 70 Menschen werden verletzt.

Sofort beginnt das politische Ritual. Arafats Al-Aksa-Brigaden bekennen sich zur Tat. Israelische und palästinensische Polizisten treffen sich und beraten. Der amerikanische Außenminister Colin Powell ruft Jassir Arafat an und fordert ihn auf, entschieden vorzugehen gegen Terroristen. Die palästinensische Führung erklärt, sie werde die Drahtzieher festnehmen. Nach den Dokumenten, die später in Arafats Hauptquartier sowie Nachrichtendienstbüros in Tulkarem und Nablus gefunden werden, müsste der Palästinenser-Führer sich in diesem Moment selbst festnehmen.

"Bitte weisen Sie 2000 Dollar an jeden der Kampfbrüder an"

Die Geschichte des Anschlags ist festgehalten in einem ganzen Bündel von Papieren, die geeignet sind, das gängige Bild vom Selbstmordattentäter zu erschüttern. Keineswegs handelt es sich hier um einen zornigen jungen Mann, der von Unterdrückung, Besetzung und Armut gedemütigt irgendwann ausrastet. Vielmehr zeigt sich das präzise geplante, über Monate vorbereitete Unternehmen einer Terrorzelle, die auf Befehl handelt. Im Hintergrund agieren Arafats Satrapen, bürokratisieren den ganzen Prozess und streiten um das Recht, dem Märtyrer den Weg in den Himmel weisen zu dürfen.

Der Mann, der dazu ausersehen ist, heißt Mohammad Hashaikh, stammt aus einem Vorort von Nablus, ist 21 Jahre alt und Polizist bei der Autonomiebehörde. Die Planung übernehmen zwei so genannte Operateure, Naser Ash-Shawish und Mohammed Ka'abina, beide Ende 20, beide aus Nablus, der eine angestellt bei einem von Arafats Geheimdiensten, der andere Mitglied des Islamischen Dschihad. Anweisungen gibt einer von Arafats 13 Geheimdiensten, den offenbar nicht stört, dass ein Mitglied der Zelle von der islamistischen Konkurrenz ist.

Die Zelle wird in den Monaten ihrer Vorbereitungen entdeckt - von einem anderen Geheimdienst aus Arafats Reich. Dessen Agent schreibt am 2. Dezember 2001 einen Bericht. Danach lässt er die drei Mitglieder der Zelle zum Verhör verhaften. Er erhält Anweisung, die drei wieder freizulassen und weiterzubeobachten, offenbar mit dem Ziel, die Dienste der Terroristen später selbst zu nutzen. So begleitet er den künftigen Märtyrer nach Hause, trinkt dort Tee und schaut sich den Sprengstoffgürtel an.

Am 8. Februar 2002 scheint die Stunde des Märtyrers gekommen zu sein. Er erhält Anweisung, nach Tulkarem zu fahren. Den Sprengstoffgürtel am Bauch, wartet er auf den Einsatzbefehl. Aber nichts geschieht. Wahrscheinlich können sich die Geheimdienste nicht einigen, wer den Einsatz führen darf. Statt den Attentäter loszuschicken, lässt einer der Dienste ihn wieder verhaften. Er wird nach Ramallah gebracht. Inzwischen hat sich Jassir Arafat persönlich eingeschaltet. In einem Telefonat mit den Israelis rühmt er sich seines Kampfes gegen den Terrorismus und erwähnt, dass seine Behörden einen Terroristen verhaftet hätten. Einer Aktennotiz zufolge steht wenig später Arafats Geheimdienstkoordinator in der Zelle, gibt den Sprengstoffgürtel zurück und teilt dem Häftling Einsatzort und Einsatzzeit mit: Jerusalem, 21. März 2002.

Die überlebenden Operateure werden nach der Tat honoriert. Die Israelis haben Namenslisten gefunden, in denen es in immer gleicher Formulierung heißt: "Bitte weisen Sie die Summe von 2000 Dollar an jeden der folgenden Kampfbrüder an." Der Mann, an den sich die Bitte richtet, heißt Jassir Arafat. Die Israelis wollen seine Unterschrift auf solchen Dokumenten identifiziert haben. Fast jedes Mal, sagen sie, habe Arafat die erbetene Summe drastisch reduziert. Die Prinzipien sparsamer Haushaltsführung ließen sich demnach sogar auf die Verwaltung einer Mordmaschine übertragen.

Die Israelis haben Zahlungsbelege gefunden, nach denen Gehälter für Täter nach einer Überweisungskaskade von jenen Konten abgebucht wurden, auf die die Europäische Union einzahlt. Ein Indiz, das in eine furchtbare Richtung weist. Aber noch nicht genug, um zu beweisen, dass gerade das Blutgeld aus Brüsseler Fördertöpfen stammt. Deshalb ist es wichtig zu erfahren, wie verlässlich die Recherchen der Israelis über Jassir Arafat und sein System sind. Immerhin haben bei der Auswertung des Materials israelische Geheimdienste mitgewirkt. Und das politische Interesse von Premier Scharon, selbst als Mann des Friedens nicht auffällig, ist offenkundig: Arafat muss weg! Handelt es sich also um Information oder um Kriegspropaganda?

Diese Frage stellt sich seit den Aktenfunden praktisch jeder westlichen Regierung, auch der deutschen. Sie hat deshalb die eigenen Fachleute vom Bundesnachrichtendienst um Prüfung gebeten. Mitte April liefert der BND sein erstes Gutachten. Es hält die Dokumente für authentisch und stimmt auch den Schlüssen der Israelis zu. Es lägen allerdings nur Indizien für die Verstrickung Arafats vor, kein gerichtstauglicher Beweis. Am 2. Mai 2002 legt der BND ein weiteres Gutachten vor (Aktenzeichen 39C-04/2/02). Der Verfasser kommt zu ähnlichen Ergebnissen. Zwar enthielten die ersten Dokumente aus Israel "keinen direkten Beweis" für einen Missbrauch von EU-Geldern zur Finanzierung des Terrors. Es sei "jedoch erkennbar, dass Arafat offensichtlich nicht trennt zwischen der Struktur des Autonomie-Regimes und seiner Fatah-Bewegung". Deshalb sei die Zweckentfremdung der Fördermittel "nicht auszuschließen". Der Gutachter schreibt von "bekanntem Missmanagement" und "weit verbreiteter Korruption" und kommt zu dem Schluss: "Realistischerweise konnte zu keinem Zeitpunkt davon ausgegangen werden, dass die Verteilung der EU-Gelder (...) hundertprozentig zweckgebunden stattfindet".

Beispiele liefert der Verfasser gleich mit. Arafat hat seine schwarze Kasse offenbar durch einen Devisentrick gefüllt: Für Gehälter palästinensischer Lehrer, Ärzte und Polizisten zahlte die EU in Dollar; Arafat leitete das Geld in Schekeln weiter - allerdings unter Abzug einer Provision von 25 Prozent. Die Beamten mussten zusätzlich 3,7 Prozent an einen Steuereintreiber abtreten, ohne dass das Geld als Sondersteuer im Haushalt ausgewiesen wurde.

Stellt sich die Frage, warum der BND das alles derart genau weiß. Sind die Geheimen in Palästina so gut vernetzt? Die kurze Antwort lautet: ja. Die lange Antwort führt zurück zum europäischen Förderwerk Arafat, an dem auch der BND seit Jahren teilhat - ohne dass die deutsche Öffentlichkeit davon bis heute erfahren hat. Der BND hat Arafats Geheimdienste nach Information der ZEIT im Gaza-Streifen seit den Osloer Verträgen von 1993 ausgerüstet und ausgebildet. Die neuen Sicherheitsdienste brauchten vor allem bei einer Aufgabe Hilfe: Terroristenbekämpfung. Nun muss die Bundesregierung die Frage quälen, ob die Schützlinge des BND ihre Aufgabe vor einiger Zeit neu definiert haben, ob also aus einer Antiterrorgruppe eine Terrororganisation wurde.

Der BND hat, wie es heißt, seine Zusammenarbeit mit den Palästinensern Ende des Jahres 2000 unterbrochen - so heimlich, wie sie begann. Die Geheimdienstler müssen die innere Wende ihrer Zöglinge mitbekommen haben. Was teilte der BND seiner Regierung darüber mit? Und welche Konsequenzen zog die Bundesregierung daraus?

Auf Erklärungen dringen einzelne Bundestagsabgeordnete seit Wochen. Am 5. April 2002 wendet sich Friedbert Pflüger, Vorsitzender des Europaausschusses, an Joschka Fischer, der Außenminister möge die israelischen Dokumente prüfen lassen. "Wenn sie echt sind", schreibt der CDU-Parlamentarier, "können Deutschland und die EU nicht in der bisherigen Weise die Palästinensische Autonomiebehörde unterstützen." Die Echtheitsprüfung ist inzwischen abgeschlossen, aber die Debatte findet trotzdem nicht statt. Warum nicht?

Außenminister Fischer setzt auf stille Krisenbewältigung. Ohne große Publizität hat er vorvergangene Woche ein eigenes Untersuchungsteam der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit nach Palästina geschickt. Fischer weiß um die Sprengkraft einer öffentlichen Debatte über die Frage, ob deutsche Steuergelder unwillentlich den Mord an Israelis finanziert haben. Zu vermeiden ist sie gleichwohl nicht. Die Untersuchung dieser Frage muss - wie der Abgeordnete Pflüger fordert - öffentlich und transparent sein. Denn sie rührt an das Selbstverständnis deutscher Politik.

Joschka Fischer wünscht nun eine strengere Kontrolle der europäischen Förderung und eine demokratische Reform der Autonomiebehörde. Diese Forderung erinnert an das Wunschdenken, das die Affäre erst möglich gemacht hat. Denn warum sollte jetzt, in einer Kriegssituation, jene arabische Demokratie ausbrechen, die sogar die Osloer Friedenseuphorie jahrelang nicht gebären konnte? Und was nützt die strengste Verwendungskontrolle, wenn Arafat am Ende mit eigenen Geldern den Terror fördert? Nein, die deutsche und erst recht die europäische Politik sperren sich gegen die Einsicht, dass die Grundlagen für das Förderwerk Arafat entfallen sind. Diese Politik wollte den Frieden und nicht eine Guerillabewegung von Mordbombern. Allein seit die Belagerung von Arafats Amtssitz beendet ist, haben dessen Al-Aksa-Märtyrerbrigaden die Verantwortung für drei der folgenden neun tödlichen Anschläge auf Israelis übernommen. Wer künftig eine humanitäre Katastrophe in Palästina verhindern will, darf nicht den Regierungschef, dessen Haushalt und dessen Beamte alimentieren.

Die Palästinenser fordern, dass Europa ihnen Blutgeld zahlt

Bisher haben Europas Politiker jedes Indiz für den Missbrauch der Gelder konsequent übersehen. Anfangs, 1994, befindet sie sich damit noch in guter Gesellschaft. Denn die Amerikaner und die Israelis tun das Gleiche. Sie ignorieren Arafats Schattenhaushalte in der Hoffnung, am Ende könnten sie mit dem Frieden belohnt werden. Deshalb reagieren die Israelis nicht einmal, als Arafat seine Polizei vertragswidrig aufrüstet. Erst als sich seine Anhänger dem Terrorismus zuwenden, rufen sie Alarm - aber Europa hört nicht hin.

Die Europäische Union ist stolz auf ihre Politik der Äquidistanz zwischen Israelis und Palästinensern. Doch während sie Premier Ariel Scharon seiner Besatzungspolitik, seines Siedlungsbaus und seiner Friedensunwilligkeit zeiht, ignoriert sie die Wende des Jassir Arafat. Niemand mag sich das Bild vom Freiheitskämpfer mit der Kefije zerstören lassen, schon gar nicht von der Realität. Für die einen darf eine linke Symbolfigur nicht zerbrechen, für die anderen der letzte Verhandlungspartner nicht verloren gehen. Am Ende dieser Politik steht die Weigerung, Israel Panzerteile zu liefern, und zugleich die monatelange Weigerung, die Budgethilfe für Arafat zu überdenken. Erst am Dienstagnachmittag dieser Woche hat der EU-Haushaltsausschuss beschlossen, die Zahlungen zu unterbrechen. Solange jedoch das Europäische Parlament diese Entscheidung nicht bestätigt, fließt das Geld weiter.

In den kommenden Wochen wird vermutlich behauptet werden, man habe nichts wissen können. Doch das stimmt nicht. Zuletzt haben die Palästinenser den Europäern selbst mitgeteilt, wo sie stehen. Am 22. April 2002 präsentiert der palästinensische Minister Nabil Schaath Mitgliedern der Europäischen Kommission auf der Mittelmeerkonferenz im spanischen Valencia Hilfsforderungen im Umfang von etwa 1,9 Milliarden Dollar. Nach übereinstimmenden Berichten mehrerer Zeugen enthält Schaaths Liste einen Posten von 20,6 Millionen Dollar für Waffen und 40,6 Millionen Dollar zur Unterstützung von Häftlingen und "Märtyrerfamilien". Allen Ernstes erwarten die Palästinenser von den Europäern, es Saddam Hussein nachzutun und Blutgeld zu zahlen.

Die versammelten europäischen Diplomaten schlagen ob dieser Forderung nicht Alarm. Sie sind nicht entsetzt, sondern peinlich berührt. Sie lassen die Liste in einem Panzerschrank verschwinden. Sie wollen nichts davon wissen. Sie wollen lieber stilvoll betrogen werden.


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http://www.theworld.org



"The World" Special - A Middle East History (Part 1)


Patrick Cox: Israel is a young country, just 54 years old. Yet it was built on the distant past. Some three millennia ago, the Hebrews invaded the area. They lived there on and off for more than a thousand years until the Romans came and eventually banished most of them. Several groups then settled the region, but for more than a thousand years, Arabs have been the majority. By the mid-19th century, Arabs made up more than 95% of what had come to be called Palestine, Jews less than 3%. That was on the eve of the birth of Zionism, a political movement that advocated a Jewish state in the Holy Land. As Zionism took hold in the capitals of Europe. Jews began emigrating to Palestine, much to the consternation of the Arabs already living there, says Mark Tessler, a historian at the University of Michigan.
Mark Tessler: They felt that this was their territory that whatever the historical involvement of the Jews had been in Biblical times, 2,000 years earlier, that that did not entitle the Jews all of a sudden, the Zionist movement all of a sudden, to begin in the mid and late 19th century to decide that it was time to return to this land and to claim it.

Lord Balfour: British Foreign Secretary who wrote the Balfour Declaration supporting "the establishment in Palestine of a National Home for the Jewish people."
PC: The Zionists scored their first political success in 1917. That's when they persuaded the British, who were taking control of Palestine in First World War, to support a national home for the Jewish people in the region. The Balfour Declaration, as it became known, became the cornerstone of British rule in Palestine. For two decades the British encouraged immigration, and Jews settled in Palestine in increasing numbers.
After World War Two, immigration exploded. Jews fled post-Holocaust Europe by the hundreds of thousands, and with political support from the United States, many headed to Palestine. Unable to keep the peace with such a huge influx of Jewish immigrants, the British reversed their open-door policy, but to little avail. When they finally tried to forcibly prevent more Jews from settling in Palestine, the move backfired.

Announcer: The illegal immigrant ship, Exodus 1947, entered Haifa harbor under escort. But now she had on board some 5,000 Jews, who'd hoped to enter Palestine illegally. When she was boarded at sea by the Navy, a fierce battle was fought on her decks, resulting in many casualties on both sides.

The British stop the "Exodus 1947" carrying illegal Jewish immigrants.
PC: After unloading the dead and injured from the Exodus, the British dispatched the rest of the Jewish immigrants to, of all places, Germany. World public opinion swung against the British and in favor of the Jews. A year later, in 1948, the British quit Palestine for good, leaving it to the newly-formed United Nations to pick up the pieces.
The United Nations endorsed an awkward-looking partition of Palestine that gave the Jews 56% of the territory and the rest to the Palestinians. The Zionists agreed to the establishment of these two new independent nations, but the Palestinians turned it down.

Historian Mark Tessler says, in hindsight, the Palestinians were unwise not to accept the partition.

MT: They would have had a state much earlier on. They would have had much more territory than what has been negotiated until recently. And they would have had it without all of the destruction and the alienation and also without the displacement of Palestinian refugees, so in retrospect they certainly would have been much better off.

PC: Nevertheless, Tessler acknowledges it wasn't surprising that the Palestinians rejected the partition of their land.

MT: The analogy they often used was one of a house. This is the house in which we live and all of a sudden someone who used to live here many many years ago comes and says, "this is really my house but I'm only going to insist upon having the first floor, you continue to live on the second floor." And from the Palestinian point of view that simply was unacceptable.


Timeline - A History of Conflict
PC: There were problems from the Zionist point of view too. The Jewish state would be a strange looking nation. Its configuration, nearly divided into three parts by Arab territory, would make it almost impossible to defend. And it would not include Jerusalem: the United Nations would maintain control of that city. Still, the UN resolution offered global recognition of a Jewish state. That's why the Zionists accepted it, and why the Palestinians did not.
MT: The Palestinians went to war against the Zionists to try to prevent the implementation of the resolution. So from the point of view of the Zionists they were attacked and unless they were going to renounce their project of establishing a Jewish state and try to think about some alternative including perhaps leaving the area, they really had no choice but to defend themselves.

PC: The fighting escalated and the Zionists quickly gained the upper hand. Village by village, they pushed Palestinian civilians out of what is now Israel to the West Bank and beyond. In a notorious incident, Zionist militias attacked the Arab village of Deir Yassin just outside Jerusalem, and slaughtered scores of women and children. One Zionist commander called the masacre "barbaric." The Deir Yassin incident mobilized public opinion across the Middle East. Within weeks, five Arab states dispatched their armies to Palestine.

Announcer: Eastward the Arab legion poised for invasion on the Transjordan border. A rarely photographed King Abdullah reviewed a brigade of reinforcements from Iraq.

PC: In Washington, President Truman, moved by the plight of the Holocaust Jews, supported the Zionists, and encouraged them to declare independence. But Truman's Secretary of State George Marshall was more cautious.

George Marshall: We are in the midst of a very critical situation. We should therefore carefully avoid approaching international problems on an emotional basis.

PC: Marshall didn't want to endanger US ties to Arab states. So two days before the end of the British mandate, with Arab armies amassed at Palestine's borders, he proposed that the Zionists delay their declaration of independence. But in a 6-to-4 vote, the Zionists' provisional state council moved ahead.

An official waves a signed document which proclaims the establishment of the new nation of Israel as Prime Minister David Ben-Gurion watches. (May 1948) (AP)
BBC Archive Tape (translated from the Hebrew): Today, the British mandate over the land of Israel ends. We declare a Jewish state in the ancient land of Israel. It will be called the state of Israel. [APPLAUSE]
PC: On May 14th 1948, Zionist leader David Ben-Gurion proclaimed the establishment of what he called the "ancient land of Israel." [APPLAUSE]. A few hours later at the United Nations, the US delegate rose to speak.

US Delegate to UN: This government has been informed that a Jewish state has been proclaimed in Palestine. And recognition has been requested by the provisional government thereof. The United States recognizes the provisional government as the de facto authority in the new state of Israel. [APPLAUSE]

PC: Truman's wishes had prevailed. But the next day, May 15th, the Arab armies invaded Israel. Israeli generals gave their fledgling nation a 50% chance of survival. But a year later Israel had beaten back the Arab armies and won more territory. An estimated 750,000 Palestinians fled their homes and resettled in refugee camps in the Gaza Strip, then controlled by Egypt, and the West Bank, which Jordan had annexed. To this day, says historian Mark Tessler, the exodus of those Palestinians is the subject of hot debate.

The flag of Israel is raised at what is now called Eilat.
(Mar 1949)
MT: The Palestinian position has been that this was the result of an deliberate campaign of expulsion, with some episodes that we would characterize as terrorist, because they involved attacks on unarmed civilians. The Zionists have a response to that, and it's in part that none of this would have happened if the Arabs had accepted partition and not gone to war. But I would say history has shown this is really research done by Israeli historians that although there isn't any one single cause of why the Palestinians left, deliberate campaigns, sometimes planned, sometimes unplanned on the part of Zionist forces, resulted in the expulsion of Palestinians.
PC: The Israelis called it their War of Independence. For the Palestinians it was, simply, "The Catastrophe." By its end in 1949, Palestine no longer existed, and its people were scattered. In the years after the war, Israel consolidated its land gains and tightened its borders. It also a won friends abroad. But its international reputation suffered in 1953 when, following the murder of a Jewish family living near the Jordan border, an Israeli special force known as Unit 101 crossed into Jordan.

BBC Archive Tape: The tiny village of Qibya on the Israel-Jordan border is in ruins as dazed survivors relate how troops struck across the frontier at night. They accuse Israeli forces of leveling buildings with grenades, shellfire and explosives. The attack prompts the United states, England and France to deliver their sharpest rebuke to Israel since its founding and to demand stern action to punish the guilty troops, as the United Nations launches an investigation of the explosive tensions that walk the border.


History of the Middle East Conflict
PC: More than 60 people died in Qibya that night, most of them women and children.
From Qibya to Jenin nearly 50 years later, a similar scenario has played itself out time and again: the murder of Israeli civilians, a counter-attack by Israeli troops that leaves dozens dead and more homeless, and international outcry. There's another link between Qibya and Jenin: the man who lead the attack on Qibya was a young Army major named Ariel Sharon. In 1954, after the UN security council condemned the attack, the Israeli Army disbanded Sharon's Unit 101.

The Qibya attack and other border incidents, though, didn't boil over into war. In fact, though the Middle East was by no means peaceful. It wasn't until 1967 that the two sides would fight an all-out war again.


Patrick Cox

"The World" Special - A Middle East History (Part 2)



Patrick Cox: After winning its war of independence against an Egyptian-led Arab coalition, Israel established the institutions of statehood and laid the foundations of a healthy economy. In response to its loss, Egypt also leaped forward. King Farouk had run Egypt as if it were his own medieval fiefdom. In 1952, three years after his defeat by the Israelis, a group of Army officers decided the King had to go. Among them was a young officer named Anwar Sadat.
Anwar Sadat: I went to the Prime minister and delivered the ultimatum to him. He was shocked, said "Are you powerful enough?" I told him "Yes. Go on, deliver it to the King. He must leave by 6 o'clock this evening."

Announcer: From Cairo come these first authentic pictures of the bloodless coup by which the army took over control of Egypt. It was the end of the King's attempt to maintain power.

Israeli tanks moving across the Sinai peninsula. (1956)
PC: And it was the end of an era. General Gamal Abdel Nasser was the first ethnically Egyptian leader since the Pharaohs. He vowed to end feudalism at home and he even indicated that peace with Israel was not out of the question. But despite their initial good intentions the Egyptians and the Israelis couldn't bring themselves to trust each other. An American envoy failed to persuade Nasser to meet with Israeli prime minister David Ben-Gurion. Meanwhile, Israeli paratroopers, led by the young Ariel Sharon, destroyed Egypt's army headquarters in the Gaza strip, killing 37 Egyptian soldiers.

Then, after Nasser nationalized the Suez Canal, the Israeli Army, backed by Britain and France, invaded the Sinai Peninsula, the desert land between Israel and the Suez. A few days later, under verbal fire from President Eisenhower and the threat of a counter-attack from the Soviet Union, Israel withdrew from the Sinai. General Nasser was a hero in the Arab World, and a decade later he was ready to go to war.

[CROWD CHANTING AND APPLAUSE]

Egyptian planes destroyed by the Israeli Air Force. (Jun 1967)
In 1967, Nasser announced he would cut off Israel's access to the Red Sea. He evicted the UN peacekeepers from the Sinai and told his people to prepare for war. Israel appealed to the United States for military support. President Johnson, preoccupied with Vietnam, turned the Israelis down and instructed them not to attack first. But Prime Minister Levi Eshkol was told by his generals that he had the best army since King David. He ordered an air attack on Egypt's airfields. A different story was fed to the news media.
Announcer: The Israel Army is definite, saying that the Egyptian forces struck up from the South at dawn. It will take some time I suppose before we know the truth.

PC: That early erroneous report on the first day of the war fed into the confusion of what would be one of the fastest-moving conflicts in modern history. The battlefield shifted dramatically from day to day, from Egypt to Jordan to Syria. Nearly everywhere, superior Israeli firepower proved decisive.

[AMBIENCE OF 1967 WAR]

By the third day of the war, Israel had captured much of Egypt's Sinai Peninsula and Gaza Strip, Jordan's West Bank and East Jerusalem. That evening reporters caught up with Prime Minister Eshkol.

Reporter: Mr. Prime Minister, does Israel wish any territory beyond the territory she now holds?

Prime Minister Eshkol: No sir, no sir. We don't need any additional territory. We want only to develop this territory that we have.

Israeli Prime Minister Levi Eshcol (center) with Brig. Gen. Ariel Sharon (left) with the Israel army Chief of staff Haim Bar-lev (wearing black beret). (Mar 1967)
PC: The next day, Israel entered Syria and attacked the Golan Heights. Two days after that, it was all over. In six days, Israel had vanquished the combined forces of Egypt, Jordan and Syria and, says University of Michigan historian Mark Tessler, redrawn the map of the Middle East.

Mark Tessler: At the end of the war Israel found itself in control of all of the territory over which the British had established a mandate during the pre-independence period and all of the territory from which the UN tried to carve out two states.


So all the territory that was available for a Palestinian state as well as Israel was now under Israeli control, and that's why the map really looks different from this point.

PC: In Cairo, Nasser was humiliated.

[NASSER RESIGNATION SPEECH]

Nasser announced his resignation even before the war was over. But such was his magnetism as leader of the Arab coalition against Israel, that on hearing news of Nasser's resignation huge crowds surrounded the Presidential palace and implored him to stay on.

[CROWD SHOUTING]

Israel - Arab prisoners being led blindfolded for interrogation in the Old City of Jerusalem. (1967)
Nasser did stay on but his influence waned. As ever, after war in the Middle East there was fleeting talk of peace, especially from Israel's new Prime Minister Golda Meir.
Prime Minister Golda Meir: I'm prepared to go to Cairo. I'm prepared to go to Damascus. I'm prepared to go to Amman. I'm prepared to go to Beirut, anywhere, to negotiate peace of course.

PC: But the Arab states were having none of it. After Nasser died in 1970, his deputy Anwar Sadat became President of Egypt.

[APPLAUSE]

Anwar Sadat: ...war is now inevitable. Whatever the price, whatever the sacrifice, we will not back down. We will not give up one centimeter of Arab land.

PC: War, Sadat said in this 1972 address to parliament, is inevitable. Sadat was determined to regain the lands lost to Israel in the 6-day war, known in the Arab world as "The Setback". And indeed, war came the following year, when Egypt and Syria mounted a surprise attack on Yom Kippur, the most solemn day of the Jewish calendar. Four days later, the Arabs had taken back much of the land lost in 1967. In the face of defeat, Israeli Defense Minister Moshe Dayan corraled his forces.

Moshe Dayan: We must keep fighting with all our courage, faith and trust, as a nation that knows we are fighting for our lives, and we ARE fighting for our lives.

PC: "We must keep fighting," Dayan said, "we're fighting for out lives." A few days later, the tide did turn. Mistrust among the Arab states stopped them from co-ordinating their offensives and the Israelis pushed them back. Again, Israel prevailed. But now another enemy of Israel was regrouping in Jordan.

[PALESTINIANS FIGHTING/CHANTING]

The Palestine Liberation Organization had been founded in 1964, created by Egypt and Jordan as an instrument for manipulating the Palestinian cause. But after the Arab defeat in 1967, says historian Mark Tessler, the PLO shook off its patrons.

Palestinian leader Yasser Arafat. (1969)
Mark Tessler: The PLO brought in new leadership. Yassir Arafat came into power and took control of the organization during this period. It engaged in a major diplomatic initiative. It got itself recognized in a lot of European capitals, by 1974 Arafat was addressing the United Nations, the Palestinians put forward their own peace plan. They said, we have an alternative to the two-state solution that goes back to 1947, and that is to have a democratic secular state where all the Israelis and all the Palestinians will live together rather than an Arab state and a Jewish state. We'll have one state and they'll all be equal citizens.
PC: But while some Palestinian leaders gained credibility on the world stage, others attracted attention to their cause through political violence. Palestinian gunmen narrowly failed in two attempts to assassinate Jordan's King Hussein in 1970. That same year Palestinian militants hijacked three international passenger jets, and re-routed two of them to an airport in Jordan's capital Amman. The Palestinians allowed most of the passengers and crew to disembark, but kept a few on board as hostages. Then they blew up one of the planes.

[EXPLOSIONS]

King Hussein declared war on the PLO. The Syrians invaded Jordan in support of the Palestinians. The Nixon Administration looked on, ready to intervene if Syrian troops entered Amman, but they stopped short of the city. A few days later, the PLO evacuated Jordan for Lebanon, where Arafat immediately looked to the future.

Yassir Arafat: We create a new people. We were refugees, harmless. We became now fighters, freedom fighters, and next stage, you will see.

[PALESTINIAN MILITARY PARADE]


Israel and the Palestinians
PC: In its new home of Beirut, the PLO paraded its weapons as if it were an army. Abroad, Palestinians hijacked planes and at the Munich Olympics killed eleven Israeli athletes. According to historian Mark Tessler the hijackings and the murders, shocking as they were, had little effect on the dynamics of war and peace.
Mark Tessler: There were other events that probably in retrospect had much more of an impact on the conflict. The number of Arab summits and diplomatic initiatives to get people to recognize that the key to peace is not getting the Arab countries to make peace with Israel. It's important, but even more important, and ultimately essential, is dealing with the Palestinian dimension.

PC: Indeed, as the on-again-off-again peace process of the past 30 years has shown, any peace between Israelis and Arabs without the participation of Palestinians is a peace that is partial and temporary at best.


Patrick Cox

"The World" Special - A Middle East History (Part 3)



In the past century, Israelis and Arabs have, unendingly, found reasons to opt for war over peace, for violence over dialog. On the few occasions when the two peoples have displayed a yearning for peace, their leaders have not.
Patrick Cox: In the mid 1970s, political conditions in the Middle East were particularly inauspicious. Israel and its chief Arab rival Egypt had recently fought a war and their mutual mistrust was almost total. The United States had become more engaged in the Middle East but had failed to persuade either side to explore a land-for-peace agreement. Now there was a new US President, Jimmy Carter, and no-one knew how committed he was to a peace process. Complicating matters further, a massive colonization project had begun in the Arab territories that Israel had occupied since the 1967 war.

[SETTLEMENT-BUILDING BULLDOZERS]

Israel, under its new prime minister, Menachem Begin, was claiming land and building settlements in the West Bank, the home of hundreds of thousands of Palestinians. Unlike his predecessors Begin did not consider the West Bank and Gaza Strip occupied territories.

Israeli Prime Minister Menachem Begin. (May 1979)
Menachem Begin: They are liberated territories. They are an integral part of the land of Israel. Palestine is a translation in foreign languages of the indelible, historic words, the land of Israel. President Carter, who knows so well the Bible, knows it perfectly well, and therefore these are integral parts of our land, and they will stay an integral part of our land. -- May 18th, 1977
PC: Begin was the first Israeli leader who came from the conservative Likud party. University of Michigan historian Mark Tessler says Likud leaders had a plan when they took office.

Mark Tessler: Their view in 1977 is we may not be in power very long. We’re going to use what time we have to try to create some facts in the West Bank and Gaza, so that if the other party, the mainstream labor party comes back to power and the Arabs do decide to negotiate land for peace, these settlements will be obstacles to doing so.

PC: The new Israeli leader also talked tough about of his Egyptian counterpart, Anwar Sadat.

Menachem Begin: Sadat is an implacable enemy of Israel. This is the truth. He is no fool but he's an enemy.

PC: For his part Sadat wanted to get the Sinai Desert back from Israel. But, having lost the Yom Kippur war against israel 4 years earlier, Sadat was in no mood to risk another humiliation. So he took a different tack. Sadat revealed his strategy in an address before the Egyptian Parliament, with special guest PLO leader Yasser Arafat in attendance.

Anwar Sadat: [IN ARABIC] -- Egyptian parliament Nov 9, 1977

PC: Sadat announced he was willing to go anywhere to negotiate with the Israelis, even to Jerusalem. Everyone applauded, including Arafat. [APPLAUSE]

Shibley Telhami: ...it almost overnight transformed the possibilities.

PC: Shibley Telhami, a Middle East specialist at the University of Maryland, says Sadat's speech was the a turning point in modern Arab-Israeli relations.

Shibley Telhami: Egypt and Israel were the biggest enemies in the Middle East because Egypt led the pan-Arab world, Egypt led the wars. And many were predicting that war was likely to happen again later in 1977 before Anwar Sadat decided, to the surprise of everyone, to declare his intent to visit Jerusalem.

PC: Now it was up to Begin to make it official. Four days later, he did just that.

Menachem Begin: Ladies and gentlemen, I hereby invite President Sadat on behalf of the government of Israel to come to Jerusalem and to start negotiations to establish permanent peace between Israel and Egypt.

PC: Israel laid out the red carpet for Sadat, the first Arab leader to visit the Jewish state.

[AIRPORT ARRIVAL - CHEERING]

Crowds welcomed Sadat in the streets. His catchphrase 'no more war' resonated with battle-weary Israelis.

[APPLAUSE]

At the Israeli parliament though, it became clear how far apart the two sides remained.

Anwar Sadat: [IN ARABIC]

PC: "I come to you today with a firm desire to make peace. There are Arab lands still under Israeli occupation. We insist on complete withdrawal from these territories including Arab Jerusalem."

Egyptian President Anwar Sadat. (Jan 1980)
In his address before the Knesset, Sadat called for total Israeli withdrawal from the occupied territories, including East Jerusalem. Begin spoke of old Jewish grievances against the Arabs and he ignored the question of Palestinian autonomy entirely. It became clear that Sadat's visit, while breaking a huge psychological barrier was only a first step. Soon, Sadat was calling for help from the only power that both sides trusted as mediator, the United States.


Anwar Sadat: I asked President Carter, the Senate, the Congress to take their share as full partners in the dispute that's between us and Israel. I am waiting for this moment. -- May 30th, 1978

PC: Sadat got what he wanted. In 1978, President Carter invited him and Begin to Camp David. The summit lasted 13 days. From the outset, Carter and Sadat found Begin obstinate and uncompromising. Carter's National Security Advisor Zbigniew Brezinski recalls one frustrating afternoon of negotiation.

Zbigniew Brezinski: I was about to play tennis, I was dressed in white. Begin was always dressed as if he was about to go to a funeral, and we went for a walk in the Camp David woods. And he says to me very dramatically, "I want you to understand that my right eye, my right hand will fall off before I ever sign a single scrap of paper permitting the dismantling of a single Jewish settlement."

PC: Days later though, Begin signed just such a document.

[APPLAUSE]

President Jimmy Carter: I'm so proud of both of you. -- March 26th, 1979

PC: At the White House the newly-honored Nobel laureates Begin and Sadat formalized their agreement, under which Israel would return the Sinai to Egypt and Egypt would recognize Israel.

[APPLAUSE]

Egyptian President Anwar Sadat, left, President Jimmy Carter, center, and Israeli Prime Minister Menachem Begin, right, after signing a peace treaty between Egypt and Israel. (Mar 1979) (AP)
In addition to the Israelis and the Egyptians, another group was there when the Camp David accords were signed. But the Palestinians stood on the other side of the White House security perimeter, where they expressed their displeasure about the event.
[PALESTINIANS BOOING]

By now, the Palestine Liberation Organization was based in Beirut, Lebanon and had become a powerful enough force to not only to impose its will on Lebanon's weak government but to launch attacks against northern Israel. In 1982 Israel responded.

[BATTLE SOUNDS]

The Israeli Army invaded Lebanon to destroy PLO strongholds. Defense minister Ariel Sharon pushed his forces all the way to Beirut and lay siege to what was one of the Arab world's most modern cities.

[ROCKET SOUNDS]

The Israeli bombardment was so massive that even Israel's staunchest international ally, President Ronald Reagan joined the worldwide criticism of the attack. Begin responded by suggesting that Israel was facing a second Holocaust. In Beirut, Yasser Arafat and his PLO forces held out for nine weeks.

Yasser Arafat: We are here and we will continue to be here and we will defend this city. It's very important. You have to put into consideration what it means for the next generation. What have been done you will pay its price. -- July 1982

PC: Eventually though, Israel's superior firepower proved decisive.

[SIRENS]

An American-negotiated plan saw 11,000 defeated PLO members evacuated to Tunisia. At that point, most Israelis thought their troubles with Lebanon were over, but three weeks later the leader of the Lebanese Christians, who were Israel's allies, was assasinated.
Sharon ordered Israeli forces into West Beirut.
He also ordered his commanders to allow Christian militias seeking revenge for the death of their leader to search for remaining PLO members in two Palestinian refugee camps, Sabra and Chatila. The massacre that ensued left at least 700 civilians dead and brought widespread condemnation. Yasser Arafat inspects bomb damage in Beirut. (Aug 1982) (AP)

[SHARON AND HECKLER IN KNESSET]


PC: In the Knesset a heckler shouted at Sharon, "you should be ashamed of yourself." Sharon's response: "this horrible tragedy belongs to a world of dark motives. I am not here to explain it." The following year, an independent commission in Israel found Sharon indirectly responsible for the massacres. After he refused to resign as defense minister, Begin reassigned him to a different cabinet post.


A few months later, the Israeli Army withdrew from Beirut to Southern Lebanon where it engaged in a protracted conflict with pro-Palestinian guerillas until it finally withdrew entirely from Lebanon two years ago.

Lebanon exposed the limits of Camp David. Peace between Israel and Egypt was a start, but that's all it was. Israel had many other enemies. Meanwhile, the so-called 'facts on the ground' were getting more complicated. Despite Camp David's restrictions on settlements in the West Bank and Gaza, the Likud government was constructing new ones at a record pace. And in Egypt, Anwar Sadat became a victim of his own statesmanship.

[APPLAUSE]

At a military parade, Sadat was murdered by Islamic fundamentalists.

[SHOOTING]

If the aim of the assassins' was to reverse Egypt's acceptance of Israel, they failed. Sadat's legacy endured, and the two old enemies continued the process of normalizing relations.


Patrick Cox

"The World" Special - A Middle East History (Part 4)


Patrick Cox: The Camp David accords of 1978 promised much - peace between Israel and Egypt, a freeze on settlements in the occupied territories and the prospect of a Palestinian state. But what the accords delivered was something less. Egypt's Arab allies were punishing Cairo for making peace with israel. Israel was continuing to build settlements, a Palestinian state was seeming ever more elusive, and the peace process was going nowhere. Palestinians hurl stones at Israeli troops in Ramallah. (May 1988)
For young Palestinians living in the squalid refugee camps of the occupied territories, resentment and anger boiled over in 1987.

[RIOTING]

It was called the Intifada - the uprising - and it radicalized a generation of young Palestinians. The Israeli Army retaliated with force.

[INTIFADA AND ISRAELI GUNFIRE]


A frustrated Israeli Prime Minster Yitsak Shamir said the Intifada meant that Israel was now facing a new form of warfare.

Yitzhak Shamir: It means the attempt to destroy our existence by violent demonstrations. -- January 11th, 1988

[HELICOPTERS]

PC: The Intifada worried not just the Israelis but the exiled Palestine Liberation Organization, which had neither authorized nor co-ordinated the riots. While PLO leaders in Tunisia were watching the uprising on TV, new leaders with no allegiance to the old guard were helping to organize it. Among them was Hamas, which grew into the largest homegrown Palestinian resistance movement.

Palestinian flag waver during 1988 Intifada. (Feb 1988)
[INTIFADA AND ISRAELI GUNFIRE]
The Israelis fired ammunition. The Palestinians threw stones. And yet it was the Israeli soldiers who seemed to lose heart.

Israeli Soldiers: [SOLDIER1] You know that if you beat them and shoot them, do whatever you want to them, they won't stop. [SOLDIER2] We're trying to fight against other soldiers, now we fight against people. It's difficult.

PC: Far away, exiled PLO leader Yasser Arafat toured European capitals trying to build political support for the Palestinian cause. But Western governments were still nervous of Arafat's tacit support for violence. It was clear that he would have to distance himself from the terror campaigns of the past. In 1988, he obliged.

Yasser Arafat: As for terrorism, I repeat for the record that we totally and absolutely renounce all forms of terrorism. We are committed to peace. -- December 14th, 1988

PC: US Secretary of State George Schultz was encouraged.

George Schultz: I view this development as one more step toward the beginning of direct negotiations between the parties which alone can lead to such a peace.

PC: But there were complications. First, the Israelis would not deal directly with Arafat, nor would they discuss Palestinian statehood. Then, in 1990, Israeli soldiers killed at least 17 Muslim rioters at the Temple Mount in Jerusalem. A year later the Gulf War broke out. For more than a month, Iraq fired scud missiles at Israel. Under pressure from America, the Israelis didn't respond. They emerged from the war stronger. A principal enemy, Iraq, had been vanquished, and Israel's relationship with the United States had become closer. The PLO came out of the Gulf War weaker. It had supported Iraq. So when the first international peace conference to include Palestinians on an equal footing with the Israelis was held in Madrid later that year, the Palestinian representatives didn't come from the exiled PLO. Instead, they were people who lived in the West bank and Gaza. People like Hanan Ashwari.

[CHANTING]

Hanan Ashwari: Today we have made a major step forward. There is a recognition of the Palestinian national identity. The Palestinians are speaking out for themselves for the first time in history. -- October, 1991

PC: Ashwari and the other Palestinian representatives in Madrid were more sympathetic symbols of Palestinian suffering than were Arafat and his cohorts. This new group of Palestinian advocates consisted mainly of academics and politicians, not fighters. After Madrid they forged close ties to the White House.

Meanwhile, Israelis voted the hardline Likud party out of power in favor of the more moderate Labor Party.

The '92 election was one of Israel's most important. Israelis chose the peace process over territorial expansion. Heading the new government was Yitshak Rabin, a war hero who promised peace with the Palestinians.

Yitzhak Rabin: I believe that agreement will be reached within less than one year. You can say 9 months. Or between 9 and 12.

PC: But talks in Washington between Palestinians and Israelis stalled. Frustrated, Rabin's Foreign minister Shimon Peres allowed some of his aides to seek out meetings with the PLO. Meetings that were illegal under Israeli law. The aides discovered that Yasser Arafat, too, wanted to talk. The man running between the two sides was Norwegian social scientist Terje Larsen.

Terje Larsen: Arafat told me that the talks in Washington were completely stuck. And that was why he felt there was a need of a back channel and I thought that the research institute in Oslo which I was heading should be the sort of front organization for the talks because both the PLO and Israel needed deniability for having such talks.

Rabin, Arafat, and Peres win the Nobel Peace Prize.
PC: The Oslo talks produced an historic accord. Israel agreed to limited Palestinain self-rule in the West Bank and Gaza. And the PLO recognized Israel's right to exist. A month later Rabin and Arafat made it official at a signing ceremony in Washington.
[APPLAUSE]

PC: Shibley Telhami, a Middle East specialist at the University of Maryland, says the sight of Arafat and Rabin sharing a spirit of peace at the White House was electrifying.


Shibley Telhami: The minute they appeared together with an agreement and a hand-shake, even though it wasn't a perfect agreement, there was a transformation that affected an entire decade of politics. Between 1995 and the year 2000, there was a decline in the number of terrorist attacks in the Middle East every single year. And by the year 2000 when the Camp David negotiations collapsed, the Middle East had the lowest incidence of terrorism of any region around the globe except for North America.

PC: Not that it was easy sailing. In 1994 an American-born Jewish settler opened fire on Muslim worshippers in Hebron, killing 29. President Clinton, sensing the territories were about to erupt, issued this statement.

President Bill Clinton: On behalf of the American people, I condemn this crime in the strongest possible terms. This morning, I asked the secretary of state to contact Prime Minister Rabin and Chairman Arafat and to invite them to send all their negotiators involved in the Israel-PLO talks to Washington as soon as possible, and to stay here in continuous session until their work is completed. They have both agreed to do that.

PC: The negotiators worked on, and more agreements were reached on Palestinian elections and shared security in the occupied territories. And a few months later, Yassir Arafat returned from exile to Gaza.

Rabin, President Clinton, and Arafat after signing the Middle East Peace Treaty.
[APPLAUSE]
Arafat's homecoming coincided with the establishment of a Palestinian police force. But in the first three years after his return, violent Palestinian groups such as Hamas and Islamic Jihad actually became stronger, embarking on a campaign of suicide bombings against Israelis.

In 1995, Arafat and Rabin were back in Washington, to sign an accord expanding Palestinian self-rule. Rabin spoke movingly of his appearance at the White House with his lifelong enemy.
Yitzhak Rabin: The sight you see before you at this moment was unthinkable just two years ago. Only poets dreamed of it. And to our great pain, soldiers and civilians went to their death to make this moment possible.

Israeli youths at an anti-Rabin demonstration. (1993)
[PEACE RALLY]
PC: Six weeks after that Washington signing, Rabin was leading a peace rally in Tel Aviv's largest square. 150,000 people were there, the largest demonstration since Rabin's election three years earlier. It seemed all Israel was on his side. But it wasn't so. An orthodox Jewish fanatic shot the prime minister.

[SIRENS]
Rabin died an hour later.

His successor was his foreign minister Shimon Peres, the man who jump-started the secret Oslo discussions and who remained committed to peace. But Judith Kipper of the Council on Foreign relations believes that Israel has never really recovered from the death of Yitshak Rabin.

Judith Kipper: He really had understood that there has to be something different, and he gave a mandate to Shimon Peres to see if a deal could be worked out so that the Israelis and the PLO could talk to each other. I think that had Rabin lived, we would be in a very different situation.
PC: In some ways, the peace process seemed to die with Rabin. Without his leadership, the role of what Secretary of state Madeleine Albright called the 'indispensable nation' would become more vital. But even president Clinton's famed powers of empathy would not be sufficient to prevent the region from sinking into chaos yet again.


Patrick Cox

"The World" Special - A Middle East History (Part 5)


Patrick Cox: The assasination of Yitshak Rabin could have brought the peace process to a grinding halt. Rabin, though a career warrior, had been the first Israeli prime minister to shake hands with Palestinian leader Yasser Arafat, whom most Israelis considered a terrorist. Arafat himself appeared shaken by the death of the Israeli leader and spoke from the heart.
Voices from the Conflict
Yasser Arafat: I am very sad and very shocked for this awful and terrible crime against one of the brave leaders of Israel. I hope that they will have the ability, all of us, the Israelis and the Palestinians, to overcome this tragedy again at the peace process.

PC: President Bill Clinton seemed equally saddened.

President Bill Clinton: Yitshak Rabin was my partner and my friend. I admired him and I loved him very much. Because words cannot express my true feelings let me just say shalom haver, goodbye friend.

PC: Clinton was determined to keep the peace process on track. And for that, he had a quality that was especially valuable. A trait that, while fodder for late-night TV comedy, was genuine. Clinton felt their pain, says Shibley Telhami of the University of Maryland. The pain of both sides.

Shibley Telhami: He projected empathy with Israel and its suffering, and its need for security and against terrorism, but he also projected an empathy with the Palestinians, and he also visited Palestinians in Gaza, he was the first American president to do so.

PC: Clinton and his aides knew that the unfinished business of the peace process was also the most difficult business: to create a Palestine that didn't threaten Israel, to resolve the issue of Israeli settlers on Palestinian lands, to determine the status of Jerusalem. But first on the list was Syria. Israel had made peace with Egypt and Jordan, but was still at war with Syria and still held Syria's Golan Heights. For its part, Syria was funding anti-Israeli militias. But US-mediated talks between Israel and Syria were going nowhere. In 1996, Israel's Prime Minister Shimon Peres, called an election to strengthen his mandate to forge peace with Syria.

The move, however, backfired.

[ELECTION NIGHT CROWD]

Against a backdrop of more Palestinian suicide bombings, Israeli voters rejected Peres. The conservative Benyamin Netanyahu was now in charge. He spoke less about negotiating with Syria than about cracking down on Palestinian militants.

Construction at the Ras el Amud Jewish settlement in Arab east Jerusalem. (Aug 1999)
Benyamin Netanyahu: Terrorism and peace are incompatible and the Palestinian side now must chose, do they want terror or do they want peace. I've made my choice. I want peace, but I will not sacrifice Jerusalem, I will not sacrifice the future of my country in order to rescind, only for a moment, terrorist threats.
[BULLDOZERS]

PC: Under Netanyahu, the construction of new Jewish settlements accelerated.

There were now nearly 200,000 Jewish settlers living in the occupied territories. As well as building new settlements, fundamentalist Jews moved into, and sometimes illegally occupied, dwellings in Arab East Jerusalem. When this didn't stop, even after the Oslo accords were signed, Palestinians turned against the peace process and in favor of the violent resistance of groups like Hamas and Islamic Jihad.


President Clinton, Israeli Prime Minister Ehud Barak, and Palestinian leader Yasser Arafat at Camp David. (July 2000)
In Israel, Prime Minister Netanyahu's policies and personality turned off the electorate, which replaced him with Yitshak Rabin's protégé, Ehud Barak. Barak promised to revive the peace process, and in July of 2000 he went for broke.
At a summit at Camp David he offered the Palestinians autonomy and future statehood for about 90% of the Occupied territories.

Arafat said no.



Two months later, hardline Israeli member of parliament Ariel Sharon visited the Temple Mount in Jerusalem, which contains the Al-Aqsa Mosque. Flanked by scores of police officers, Sharon must have known he was flirting with danger by going to this holy site, historically contested by Jews and Muslims.

Ariel Sharon visits the Temple Mount/Haram al-Sharif. (Sep 2000)
Ariel Sharon: I come here to the holiest place of the Jewish people in order to see what happens here and really to have the feeling that now we need to move forward. No provocation here.
PC: But it was a provocation. East Jerusalem erupted, and within days the unrest had spread across the Occupied Territories. Palestinian leaders declared it the Al Aqsa Intifada. Five months later, on the back of a fresh wave of Palestinian suicide bombings, Sharon became Prime minister.

To most observers, Sharon's history does not suggest a man likely to negotiate a settlement leading to a Palestinian state. His past, as an aggressive Army officer and Defense Minister makes him almost universally reviled in the Arab world. And Judith Kipper of the Council on Foreign Relations says Sharon is not about to moderate his hardline views.


Jerusalem's Holy Sites
Judith Kipper: He is at the end of his career. Nothing has turned out the way he wanted. He is being blamed for so many things. He finally got elected, he was going to bring peace and security, he's brought one of the disasters to Israel, so I think that this is a man that is not likely to change. Palestinians look at the damage to the main police station in the northern Jenin. (Aug 2001)
PC: Then again, neither is Yasser Arafat. During last month's Israeli incursion into the West Bank, Israel's Army uncovered documents it says link Arafat to suicide bombings. US officials acknowledge that Arafat may be complicit in the terrorist attacks, and that, at the very least, he is failing to reign them in.
If the history of the Middle East tells us anything, it is that rarely does a leader of any side make a peace overture unless under outside pressure to do so. Shibley Telhami of the University of Maryland says without pressure, those leaders will in fact do just the opposite.

Shibley Telhami: The parties normalize reciprocity, tit-for-tat, revenge. And that becomes the norm over time, even if the next day they're worse off doing so. And to the extent that there are breakthroughs that take place, those breakthroughs happen for reasons other than their learning that violence doesn't play, usually some courageous leadership, the likes of which we're not likely to see very soon, or a serious leadership role coming from the United States.

PC: The United States has in recent weeks shown signs of playing a leadership role. But it's not clear how much President Bush can, or wants to, achieve. For a year, his administration stood on the sidelines as the violence spiraled out of control. Now that violence stands in the way of Mr Bush's desire to topple Iraq's leader Saddam Hussein. Last month, the President tried, and failed, to hasten the Israelis' withdrawal from the West Bank.


Middle East: What hope for the future?
President George W. Bush: The Israelis understand my position and I've been very clear on that, and there has been some progress. But it's now time to quit it altogether, it's now time to end this. We will see what happens. I know they've heard us.

Judith Kipper: The US is the most successful when it says what it means and means what it says.

PC: Judith Kipper of the Council on Foreign Relations says a clear message from Washington is especially important now, at a time when Israelis and Palestinians are locked in mutual loathing.

Vehicles on fire after Palestinian driver's car exploded near Netanya, Israel. (Sep 2001)
Judith Kipper: These are two desperate, enraged peoples who are in deep pain, who genuinely believe that their very existence is at stake and their psychological state has to be taken very seriously by the mediator, by the United States which is the only mediator that can get something done because they're not acting in a reasonable way. Nations are just like people, they can go crazy, they can go beserk, and it's up to the doctor to help them get back in control and to reassure them that they're going to be safe.
PC: The role of attending physician is tough for the United States, which already plays the double role of mediator and Number One ally of Israel. And reassurance to one side often appears as betrayal to the other. But the Bush Administration may now be learning that aiding recovery from the wounds of the past won't be accomplished with sporadic forays into Middle East crisis resolution. Israelis and Palestinians have felt too threatened too long for that.


Patrick Cox

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Palestinian leader Yasser Arafat condemned Israel's building of a security fence along its West Bank border as an 'act of racism' on June 17, 2002, and rejected fierce U.S. criticism of his Palestinian Authority. Arafat lashed out against the planned $220 million fence, which Israel started building on June 16, 2002, after a Palestinian blew himself up on the frontier near an Israeli border patrol. No one else was hurt.

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see also >>>  NODE

NODE 2

 


 

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